Schreibtipps und Lesestoff aus dem Bücherkoffer der Literaturtrainerin

Jeden Monat gibt die Literaturtrainerin Marga Eisenacher Tipps und Anregungen für Literaturinteressierte

 

 

 

 

August 2017

Die letzte Buchseite umblättern und … „ooch, schade!“

So ging es mir gestern. PAWLOWA von Brian Sewell ist eines der Bücher, die viel zu schnell gelesen sind. Es ist eine entzückende Geschichte um das Eselfohlen Pawlowa, benannt nach der berühmten russischen Meistertänzerin, und den hochgebildeten Engländer Mr B. Dieser schmuggelt seinen Schützling von Pakistan um die halbe Welt nach London, zu Fuß (!), um sie vor übelster Ausbeutung zu bewahren.

Schreibtipp der Literaturtrainerin: „Schreibe nur über Dinge, die du kennst.“

Eine Anmerkung dazu:

Definitiv kann und muss ein Autor/eine Autorin viele Einzelheiten recherchieren. Klar. Aber nicht alles, von dem er/sie schreibt, kann er/sie selbst erlebt haben. Auch klar.

Doch eines ist sicher –  nur wer selbst am eigenen Leib gefühlt hat, wie ein Hund sich vertrauensvoll mit weichem Druck ans Bein schmiegt, kann es so glaubhaft rüberbringen, wie es der ausgewiesene Tierfreund Brian Sewell in seinem Roman schreibt…

Das Eselfohlen Pawlowa zeigt im Roman bei Mr B  instinktiv das gleiche Verhalten wie dessen Hund. Als Leserin fühle ich das warme Fell des Eselchens direkt an meinem Bein!

„Pawlowa“ würde ich Tierfreunden, Fernwehleidenden, Eselliebhabern und anglophilen Lesern unbedingt ans Herz legen.

Übrigens –Pawlowa im Beitragsbild oben heißt im wirklichen Leben Paloma!